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Rezension: Don’t kiss Ray von Susanne Mischke

Coverbild Don't Kiss Ray von Susanne Mischke, ISBN-978-3-423-74026-5

Don’t kiss Ray, Susanne Mischke

Jugendbuch

320 Seiten

12, 95€

ISBN: 978-3-423-74026-5

Verlagsseite dtv

 Das ist dein Leben, Jill, du allein bestimmst, was darin zählt.
[Seite 153]

Worum geht’s?

Alles beginnt damit, dass Jill zusammen mit ihren Freunden ein Musikfestival besucht. Am Waffelstand lernt sie den sympathischen Ray kennen, sie verabreden sich sogar zu einem zweiten Treffen. Doch bevor es dazu kommen kann, sieht Jill die Newcomer Boyband ‚Broken Biscuits‘ auf der Bühne. Ihr Leadsänger: Teenieschwarm Raymond Thackeray…

Meine Meinung

 Zuerstmal: Warum wollte ich dieses Buch lesen, wo doch die Zielgruppe sicher fünf Jahre jünger als ich ist. Nun ja, ich wollte einfach mal wieder eine locker-leichte, süße Liebesgeschichte, unschuldig und ein wenig kitschig, genau richtig in stressigen Zeiten.

Das Cover finde ich ganz nett, es passt schon ziemlich gut zur Geschichte – rosa und süß wie Zuckerwatte. Der Stil mit den Fotos erinnert mich etwas an „Heart. Beat. Love“, das ja auch aus dem dtv Verlag ist.
Inhaltlich gesehen erinnert das Buch ein wenig an den Film „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“, den ich so lala fand (hauptsächlich, weil ich die Stimme der Hauptdarstellerin nicht ausstehen kann…).

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Klar, das Buch ist verdammt kitschig, naiv und vorhersehbar. Aber: Man darf nicht vergessen, dass das Buch eben ab 12 Jahren empfohlen wird. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es in diesem Alter geliebt hätte. Also hab ich beim Lesen beschlossen, nicht so viel nachzudenken, sondern mich einfach in die Geschichte fallen zu lassen – und das hat dann erstaunlich gut geklappt. Die Geschichte wird nämlich nie langweilig und bleibt immer fesselnd. Um ehrlich zu sein, macht das Buch ziemlich süchtig. Man könnte ewig weiterlesen! Ein kleines Plus wäre noch gewesen, wenn es im Buch ein oder zwei Songtexte gegeben hätte, gerade weil es auch relativ oft um den Inhalt der Lieder geht.
Was das Buch aber durchaus bereichert, sind die kurzen Szenen, die aus Rays Perspektive geschrieben sind. So erhält man einen guten Einblick in sein Leben – das ist auch wichtig, sonst würde man ihn durch die Ereignisse im Buch ziemlich hassen 😉 Insgesamt fühlt man sich durchaus wohl in dieser Geschichte, auch wenn es noch deutlich mehr Potenzial gegeben hätte – ich denke nur an die verschiedenen Hintergrundgeschichten, die unsere Protagonisten haben. Das hätte man noch deutlich besser ausarbeiten können. So bleiben die Nebencharaktere leider etwas oberflächlich. Da stellt sich die Frage, ob man nicht manche Schicksale lieber weggelassen hätte.

Ray und Jill harmonieren ziemlich gut zusammen, auch wenn ich Ray manchmal nicht ganz verstanden habe. Er wird ständig durch seinen Manager kontrolliert, aber widersetzt sich dem erst ganz zum Schluss und auch nicht allein. Aber wenn man von dem mal absieht, ist Ray wirklich sympathisch. Genauso wie Jill, die für mich einen wirklich starken Charakter darstellt – was gerade bei Büchern für diese Altersgruppe sehr wichtig ist, finde ich.

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Mit dem Schreibstil hatte ich anfangs einige Probleme, er war mir etwas zu…kindisch. Aber irgendwann gewöhnt man sich daran und letztendlich passt er perfekt zur Geschichte. Zwar recht jugendlich, dafür lässt sich das Buch aber auch wirklich schnell lesen. Außerdem war das Buch durchaus humorvoll. Humorvoll auf diese süße Art und Weise – insgesamt also ein total unterhaltsames Leseerlebnis!

Ah ja und: Wer hat sich diesen Bandnamen überlegt?! „Broken Biscuits“ – die zerbrochenen Kekse!

Was juckt’s den Mond, wenn ihn ein Hund anbellt?
[Seite 152]

Besonders toll finde ich aber die Thematik: Ein Mädchen verliebt sich in den Frontmann einer Boyband und bekommt es dann mit Cybermobbing zu tun – das klingt fast ein bisschen nach einer Fanfiction, oder? Mal ganz ehrlich: In den letzten 25 Jahren waren Boybands wahnsinnig beliebt. Um ein paar zu nennen: Backstreet Boys, Take That, Boyzone, A1, NKOTB, Boyz II Men, *NSYNC, Westlife, Hometown oder auch One Direction. Sagt nicht, ich würde mich nicht auskennen! (Hehe) Wer hat denn nie heimlich irgendein Mitglied solcher Bands angehimmelt? Wenn auch nur kurz… 😉

Und deshalb finde ich diese Thematik so toll: es kann sich fast jeder mit ihr identifizieren. Und dann kommt noch das Cybermobbing dazu, was man vielleicht noch etwas mehr ausarbeiten hätte können, dessen Konsequenzen das Buch aber schon ganz deutlich aufzeigt. Wichtiges Thema!

Fazit:

Insgesamt muss ich also sagen, dass die Geschichte zwar etwas flach und vorhersehbar war – aber ganz ehrlich: wer einen Liebesroman liest, weiß meistens, wie es enden wird.
„Don’t kiss Ray“ war klebrig süß wie zuckerwatte und absolut süchtig machend.
Ich würde das Buch wirklich Mädchen um die 11/12 Jahre, die sich mit der Thematik identifizieren können, empfehlen. Euch wird es gefallen, da bin ich mir sicher.
Von mir bekommt das Buch insgesamt solide 3 von 5 Herzchen.

Übrigens wird es – laut Verlag – auch eine Blogtour zu diesem Buch geben, haltet also die Augen offen, wenn es euch interessiert!

Ich danke dem dtv Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar!

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Autor:

Lesesüchtige Bloggerin - Blogger who loves to read Leidenschaftliche Skifahrerin - Passion for Skiing Stolzes FC Bayern Mitglied - Proud to be member of Bayern Munich Football Club Für immer Westlife Fan - Forever Westlife Fan

10 Kommentare zu „Rezension: Don’t kiss Ray von Susanne Mischke

  1. Hey Emily
    Schöne Rezension, obwohl ich das Buch wohl nicht lesen werde 😀 Der Bandname Broken Biscuit finde ich gar nicht mal so schlecht, aber für eine Boyband eher unpassend. Es gibt eine Band die ‚we butter the bread with butter“ heisst. Kein Witz! Geh auf Youtube 😀 obwohl ich deren Musik überhaupt nicht ausstehen kann…
    Liebe Grüsse
    Julia

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Julia!
      Vielen lieben Dank dir 😀 manche Bandnamen sind echt schräg…wobei: sie bleiben im Kopf! Umso schräger, desto besser hihi.
      Ich werd’s mal suchen, wenn ich Zeit hab 🙂
      Liebe Grüße,
      Emily

      Gefällt mir

  2. „Warum wollte ich dieses Buch lesen, wo doch die Zielgruppe sicher fünf Jahre jünger als ich ist.“ – Was soll ich denn da sagen, wo ich doch ständig solche Bücher lese? 😀

    Das Buch sehe ich momentan ja wirklich auf allen Kanälen. Werde es jetzt aber doch nicht lesen, da vertraue ich sehr auf deine Meinung. 🙂

    Gefällt 1 Person

    1. Echt? Hab es noch gar nicht so oft gesehen 😀
      Man merkt halt, was die Zielgruppe ist (was ja auch gut so ist). Aber letztendlich gibt es einfach Zeiten, in denen man solch entspannte und unschuldige Bücher braucht 😉

      Gefällt 1 Person

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