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[Talk] Was macht ein gutes Buch aus?

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Nachdem ich ja kürzlich einen Beitrag über mein Leseverhalten und meine Lesegeschichte geschrieben habe, ist mir die Idee gekommen, mal ein bisschen darüber zu plaudern, was ein gutes Buch eigentlich aus macht. Welche Faktoren sind wichtig? Hier nun als 6 Punkte, die für mich maßgeblich sind 🙂

1) Die Struktur

Oh Gott. Ein Buch ohne roten Faden, total chaotisch und unstrukturiert – sowas mag ich gar nicht! Ich liebe es grundsätzlich ordentlich und fühle mich in Geschichten, deren Linie nicht klar zu erkennen ist, oftmals nicht wohl. Gerade bei längeren Reihen ist die Struktur unglaublich wichtig.
Dabei darf man überraschende und Plotttwist – haltige Bücher nicht mit unstrukturierten verwechseln. Nur weil manche Szenen aufgrund von Komplexität nicht gleich zu verstehen sind, heißt das nicht, dass das Buch nicht durchdacht ist.

The Mortal Instruments (Cassandra Clare)

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Hierbei gefällt mir die Struktur sehr gut, auch aufgrund des Punktes, dass es eine sechsteilige Reihe ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es bei langen Buchreihen durchaus ein Problem ist, das Grundkonzept im Kopf zu behalten und um dieses Gerüst die verschiedenen Handlungsstränge zu bauen. In den Chroniken der Unterwelt (zumindest in den ersten 3 Bänden) gelingt das recht gut, finde ich.


2) Das Setting

Je interessanter und innovativer das Setting, desto aufregender das Buch. Klar, mit einem spannenden und neuen Setting können hauptsächlich Fantasyromane und Dystopien glänzen. Aber auch wenn bei Contemporary Büchern das Setting liebevoll beschrieben und ausgearbeitet ist, kann das ein immenser Pluspunkt sein!
Ganz großartig ist es auch noch, wenn Autoren nicht nur ein besonderes Setting gewählt bzw. sich ausgedacht haben, sondern man als Leser auch merkt, dass sich der Autor wirklich damit beschäftigt hat, es detailreich und dreidimensional beschrieben hat usw. Und: Ich liebe Karten. Wenn also zu einem Buch Karten existieren, dann bin ich immer offen dafür!

 Elias & Laia (Sabaa Tahir)

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Diese Geschichte spielt in einer Welt, die angehaucht ist vom römischen Reich, mich aber dennoch an eine orientalische Welt erinnert hat. Das Setting ist so völlig anders und total interessant. Wahnsinn! Nach dem Lesen hab ich natürlich wieder prompt nach einer Landkarte im Internet gesucht. Die Welt ist ziemlich interessant aufgebaut, finde ich. Aber das ist nur eins von vielen Beispielen…


3) Der Plot

Nichts geht über eine gute Idee, über eine gute Handlung. Wenn die spannend, emotional, tiefgehend, humorvoll, überraschend und innovativ ist, dann ist schon mal ein großer Schritt zu einem tollen Buch gemacht. Ein sehr guter Plot zeigt sich auch darin, dass du immer – ich wiederhole: IMMER – weiterlesen willst und eine Sucht nach der Geschichte entwickelst.

Days of Blood and Starlight (Laini Taylor)

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Eigentlich könnte ich bei jedem dieser Punkte diese Reihe nennen, weil sie einfach genial ist. Also habe ich mich entschlossen, Band eins und Band zwei hier unterzubringen.
Für den Plot passt Teil 2 sehr gut, denn es ist durchwegs spannend und birgt viele kleine Überraschungen, die das Lesen bereichern und einfach nur Spaß machen! Außerdem beinhalten die 600 Seiten so viel Inhalt und Geschichte, und so etwas liebe ich. Wenn man das Gefühl hat, die Handlung hätte sich auf ungefähr 3 Bücher aufgeteilt, dabei war alles in einem drin ❤


4) Die Charaktere

Ganz ehrlich? Für mich ist nichts schlimmer, wie nervtötende, dumme und unsympathische Protagonisten. Wenn man sich aber als Leser mit den handelnden Personen identifizieren kann, wenn sie aufregende und vielschichtige  Persönlichkeiten sind, dann kann es eigentlich nur gut werden. Ich finde, dass interessante, humorvolle und starke Charaktere auch eine langweilige Handlung wenigstens ein bisschen wieder wett machen können.

Unsterblich (Julie Kagawa)

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Sehr tolle Charaktere hat in meinen Augen die Unsterblich Reihe. Die Hauptprotagonistin ist eine starke und mutige Prota, und dazu gibt es noch andere völlig überraschende Charaktere. Man weiß nie genau, was die Hintergründe gewisser Personen sind, und ob sie nun gut oder böse sind. Das macht die Reihe einfach nur extrem spannend! Ah ja: Mein Liebling ist übrigens Jackal.


5) Der Schreibstil

Ein wundervoller Schreibstil kann den Leser verzaubern! Und ein schlechter kann ihn vergraulen….
Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, wenn ich ein Buch lese, das keinen guten Schreibstil hat, dann mag ich auch oft die Handlung und die Charaktere nicht so gern. Das liegt sicherlich daran, dass der Autor/die Autorin das nicht so anschaulich machen konnte.
Der Schreibstil muss aber auch zum Buch und zur Geschichte passen. In einem Jugendbuch erwarte ich einen locker-leichten und jugendlichen, in einem Buch für ältere Leser oftmals einen etwas anspruchsvolleren Schreibstil.

Daughter of Smoke and Bone (Laini Taylor)

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Hier also der erste Teil. Ich muss sagen, dass Laini Taylor so ziemlich den schönsten Schreibstil hat, den ich je gelesen habe! Klar, ich kann verstehen, warum man ihn nicht mögen könnte, man muss sich daran gewöhnen. Aber ich finde ihn fantastisch! Sehr poetisch, sehr wortgewaltig, sehr spannend! Definitv fesselnd und…naja, magisch! Ein kleiner Auszug:

„Liebe ist ein Element.“
Ein Element. Wie die Luft zum Atmen, wie die Erde, auf der sie standen. (S. 424)


6) Das Feeling

Ganz wichtiger abschließender Punkt: das Feeling und die Atmosphäre! Bringt das Buch die Emotionen gut rüber? Spürt der Leser eine Verbundenheit mit der Geschichte? Was gibt es schöneres, als ein Buch so sehr zu lieben, dass man es nie mehr aus den Augen lassen will? Genau, nichts. Die Charaktere, der Plot, der Schreibstil und die Struktur können noch so gut sein, aber wenn das Feeling nicht da ist, dann ist es wahrscheinlich ein sehr gutes Buch, aber sicher nicht das Buch deines Lebens.

 Die Bücherdiebin (Markus Zusak)

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Dieses Buch ist fantastisch. Es vereint nicht nur alle vorher genannten Kriterien, sondern bringt auch noch die Emotion extrem gut rüber! Hier sind (sogar) mir die Tränen gekommen. Und ich weine eigentlich nie bei Büchern. Aber dieses Buch hat mich zerstört. Es ist einfach nur überragend. Wenn ihr es noch nicht gelesen habt, dann holt das nach. Ich  bin am Überlegen, ob ich 2017 einen Reread machen soll…


Natürlich gibt es noch viele kleine Punkte, die ein Buch unentbehrlich machen. Aber das sind so die hauptsächlichen Aspekte, auf die ich in jeder Geschichte achte.

Was macht für euch ein Buch so richtig gut?
Stimmen eure Punkte mit meinen überein? Ich bin gespannt auf eure Meinung 🙂Kennt ihr welche dieser Bücher – und mögt ihr sie so gerne, wie ich?

Ein schönes Wochenende euch!
xoxo stopfi

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Autor:

Lesesüchtige Bloggerin - Blogger who loves to read Leidenschaftliche Skifahrerin - Passion for Skiing Stolzes FC Bayern Mitglied - Proud to be member of Bayern Munich Football Club Für immer Westlife Fan - Forever Westlife Fan

8 Kommentare zu „[Talk] Was macht ein gutes Buch aus?

  1. So liebe Emily!

    *von draußen mit kalten Händen reinstürm und sich freu, dass wieder was tolles im Reader ist*

    Ich bin da genau wie du, die 6 Punkte sind schön, wenn sie als Einzelkategorie erfüllt sind, aber alle zusammen machen dann das SUPER-DUPER Buch aus. Ich denke da zum Beispiel an Harry Potter, der, wie ich finde, alle diese Kategorien erfüllt. (Ich habe gerade eben von Luna und Ginny geschwärmt, die beiden sind so verdammt COOL!)

    Von der City-of-Reihe habe ich alle Teile, aber ich muss sie noch lesen. Das war übrigens Absicht, dass ich alle habe, bevor ich sie zum Lesen anfange. Denn sonst hat man wieder das Problem, das man nicht sofort weiterlesen kann. *grr*

    Die Bücherdiebin habe ich auch gelesen und sie hat mir sehr gefallen. (Das Buch und Liesel. Liesel erinnert mich irgendwie an eine Hufflepuff, weil sie Gerechtigkeit so hoch stellt. Und sie hilft ja auch vielen Menschen, soweit ich das noch richtig im Kopf habe. Und Bücher klauen ist unter diesen Umständen echt gefährlich. Na ja, Durkheim würde da schon wieder von Selbstmord sprechen). Ach, ich werde mich immer daran erinnern, wie ich als Nazi beschimpft wurde von Unterstuflern, nur weil ich dieses Buch gelesen habe. Wenn die wüssten, wie ich wirklich drauf bin. Das KOMPLETTE Gegenteil. Ich bin sogar in der heutigen Zeit wahrscheinlich noch älteren Menschen, aber auch jüngeren, viel zu progressiv. Ich kenne Begriffe, da wissen andere nicht einmal, das es sowas gibt:)
    Um wieder auf das Thema zurückzukommen: Wenn du deinen Plan in die Tat umsetzen würdest, ich hätte Interesse an einem Re-read.

    Liebe Grüße,

    Valerie

    Gefällt 1 Person

    1. Hallihallo liebe Valerie!

      erstmal vielen vielen Dank für deinen langen Kommentar! *freu*
      Ich bin mal gespannt, was du zu den Chroniken der Unterwelt sagen wirst…ich fand ja den ersten so la la, den zweiten gut, und den dritten super. Bin mal gespannt, wie es weiter geht, und ob ich die Reihe 2016 noch schaffe…
      Die Bücherdiebin war ein echt tolles Buch. Ich habe es Anfang 2015 gelesen *blättert im Lesetagebuch* und zwar im Januar. Das ist tatsächlich schon wieder fast zwei Jahre her. Wahnsinn. Normalerweise lese ich echt selten Bücher ein zweites Mal, nur die, die mich beeindruckt haben, und bei denen ich mir
      a) nochmal eine Meinung bilden will oder
      b) weiß, dass ich bei jedem weiteren Lesen noch viel mehr von der Story entdecken und mitnehmen könnte.
      Also wenn du Lust hast, mit zu lesen, würde ich mich freuen. Muss mal schauen, wann es am besten passt, aber das können wir ja dann im neuen Jahr besprechen – behalten wir es einfach mal in Hinterkopf 🙂
      Ich wünsche dir noch einen schönen Abend und ein tolles Wochenende!

      Emily ❤

      Gefällt mir

      1. Liebe Emily!
        Da schreibe ich einen langen Kommentar und dann schreibst du gleich einen genauso langen zurück.
        Du führst auch Lesetagebuch? Ich muss wieder anfangen, habe jetzt seit Studienbeginn nicht mehr reingeschrieben. Aber ich habe ja noch die Rezensionen auf MeerderWörter, dann kann ich da nachschauen.
        Noch ein schönes (hoffentlich bücherreiches) Wochenende,
        Valerie

        Gefällt 1 Person

  2. Ich stimme dir absolut zu:) Die 6 Kriterien sind mir auch am wichtigsten. Wenn mal ein Kriterium nicht oder nur halb erfüllt ist, geht das auch noch, aber bei allen 6 ist es natürlich perfekt*-*
    Ich finde einfach, dass die Charaktere nicht nervig sein sollte, natürlich muss in irgendeiner Art Spannung vorhanden sein, die Handlung toll und das Buch muss mich auf irgendeine Art und Weise fesseln. Wenn es mich nicht fesselt, habe ich auch keine Lust weiterzulesen:)

    Gefällt 1 Person

    1. Oh ja, da geb ich dir absolut recht! Wenn es langweilig ist, dann hat man einfach keine Lust mehr und quält sich durch. Es gibt halt auch Faktoren, die nicht so wichtig sind (das Setting zum Beispiel), aber es gibt auch Aspekte, ohne die ein wirklich gutes Buch einfach nicht auskommt (die Protas zum Beispiel). Naja, letztendlich ist alles Geschmackssache, jeder legt auf was anderes mehr wert.
      Und nervige Charaktere kann man eigentlich nur an die Wand klatschen!! 😀 😀

      Gefällt 1 Person

      1. Jap da stimme ich dir zu. Das Setting ist für mich schon wichtig, aber nicht ausschlaggebend. Fanatsyromane haben da natürlich besondere Settings, aber mir ist es auch recht, wenn es in Deutschland spielt, solange alles stimmt:)
        Jap mit nervigen Charakteren kann ich gar nicht umgehen, deswegen sind für mich die Protagonisten sehr wichtig, genauso wie die Handlung. Sonst ist das Buch ja langweilig.
        Gerade quäle, naja quälen ist übertrieben, aber an meinem jetzigen Buch lese ich auch nur sehr langsam, weil ich iwie die Protagonistin nicht soo mag

        Gefällt 1 Person

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