Veröffentlicht in Allgemein

Rezension: Seelen von Stephenie Meyer

Mitte August habe ich zusammen mit Carmen und Neyla das Buch Seelen (Stephenie Meyer) gelesen. Die Leserunde findet ihr hier. Ich fand’s toll, dass wir uns so austauschen konnten, in einer kleinen Runde geht das auch viel besser, wie zum Beispiel bei Lovelybooks.
An dieser Stelle vielen, vielen Dank an Carmen für’s Organisieren, du hast dir wirklich viel Mühe gemacht!

Seelen 2

Seelen, Stephenie Meyer

Dystopie

912 Seiten (Taschenbuchausgabe)

9,99 €

ISBN: 978-3-551-31036-1

Verlagsseite Carlsen

Die Stärke meines Körpers stärkte auch meine Kontrolle, verlieh meiner Entschlossenheit Kraft.

Worum geht’s?

Die zukünftige Erde wurde von sog. Seelen besezt, die sich in die Körper der Menschen eingenistet haben und diese nun als Wirte nutzen.
Auch Melanie wird von einer Seele besezt: Wanderer, kurz Wanda. Doch Melanies Körper wehrt sich vehement gegen die Besetzung, und so geschieht es, dass Melanies Ziele auch zu Wandas Zielen werden: ihre große Liebe Jared und ihren kleinen Bruder ausfindig zu machen…

Meine Meinung:

Erstmal muss ich mal was loswerden: Ich mag dieses Cover so was von gar nicht! Für mich ist das eins der hässlichsten Cover, die in meinem Regal stehen 😦
Inhaltlich ist dieses Buch eine wirklich neue Idee – es war ja auch eine der ersten Dystopien, die erschienen ist. Aber auch wenn man sich die Welt anschaut, die Meyer hier geschaffen hat, fällt auf, dass sie teilweise wirklich fantasievoll und manchmal auch etwas skurril ist. So gibt es im Universum nicht nur die Erde, sondern auch andere Welten, wie die der Fleedrmäuse, der Blumen, usw. Die Seelen erobern Planet für Planet, weil sie Wirtskörper zum Überleben benötigen. Auf dem Planet der Blumen gibt’s zum Beispiel eine Pflanze, die ihre Blätter oben hat und auf dem Kopf steht, und deswegen „Leaves Above“ heißt. Das ist nur ein Beispiel von vielen 🙂
Die Geschichte beginnt erstmal ziemlich zäh, was sich dann aber wirklich bessert. Der gesamte Handlungsverlauf ist sehr…fließend. Ich weiß gar nicht genau, wie ich es beschreiben soll, aber es gibt spannende Teile, emotionale Kapitel und (leider) auch langweilige Seiten. Durch den Umfang taucht man voll und ganz in die Geschichte ein und erlebt Höhen und Tiefen. Die Story ist nicht perfekt, finde ich. Die Schönheit liegt im Unperfekten. Und das Ende…ja. Das hätte man schon auch anders lösen können, man braucht ja eigentlich nicht immer ein Happy End, oder? Uuups, das war jetzt wahrscheinlich ein Spoiler 😮 Man hätte auch schneller auf die „Lösung“ kommen können. Aber ein anderes Ende hätte vermutlich einfach nicht zu dieser Story gepasst. Alles in allem war ich also zufrieden damit. Und die letzten zwei Seiten waren ja mal der Hammer!

Außerdem war es mal schön, eine Dystopie zu lesen, in der in unserer Welt nicht brutaler Krieg herrscht, wie zum Beispiel in die Bestimmung, bei Panem oder Legend. Hier liegt eher ein Konflikt aus Moralvorstellungen vor.
Manchmal hätte ich mir noch ein wenig mehr Information gewünscht… Welches Jahr haben wir? Wie haben die Seelen sich eigentlich breit gemacht (wo sie doch so friedlich sind)? Und noch so ein paar andere Dinge, die jetzt Spoiler wären. Vielleicht habe ich ein paar Dinge einfach nicht mehr im Kopf, es ist schließlich schon fast 2 Wochen her, dass ich das Buch beendet habe.

Wanda und Melanie sind zwei völlig unterschiedliche und vielschichtige Charaktere, die sich aber trotzdem ähneln. Beispielsweise haben beide einen gewissen Stolz, sie haben Mut, aber auch ihre Schwächen. Auch die männlichen Gegenparts Jared und Ian sind genauso. Völlig verschieden und doch irgendwie ähnlich. Wobei ich sagen muss, dass ich mit Melanie und Jared immer weniger anfangen konnte, als mit Wanda und Ian. Mel war mir immer irgendwie zu…nervig. Sie hat immer versucht, Jared hinterher zu laufen, und damit Wanda in prekäre Situationen gebracht. Und Jared mochte ich irgendwie auch nicht so super gern.
Ian und Wanda dagegen waren toll. Einfach nur toll! Und dass Mels kleiner Bruder Jamie großartig ist, brauch ich wahrscheinlich nicht zu sagen.
Und: Obwohl es nicht in Ordnung ist, was die Seelen da mit jedem Planeten machen: Mir gefällt es, dass die 0815 Seele, die normale Seele so freundlich, höflich und lieb ist. Das wirkt im Buch nicht aufgesetzt, sondern ehrlich.

Der Schreibstil von Stephenie Meyer ist wirklich gut: ganz leicht und zart, aber trotzdem wunderbar tiefgehend. Manchmal zieht sich die Geschichte ein bisschen, aber das liegt nicht an Meyers‘ Schreibstil, sondern daran, dass gerade einfach wenig passiert. Aber das ist meistens so, in einem so langen Buch. Und außerdem: Passiert in unserem Leben ständig was Spannendes? Das macht die Geschichte eigentlich nur authentisch, wenn’s mal nicht Schlag auf Schlag geht.

Eine kleine Anmerkung noch: Ich habe die Taschenbuchausgabe mit Interview (ganz nett zu lesen) und Bonuskapitel. Ich finde das Bonuskapitel irgendwie überflüssig. Das Buch hat so eine tolle Schlussszene, da macht dieses letzte Kapitel eigentlich alles wieder zu nichte.

Fazit:
– Cover: 1/5 (Cover ziehts natürlich voll runter!)
– Inhalt: 5/5
– Handlung: 4/5
– Charaktere: 3/5
– Schreibstil: 5/5Gesamt: 3,6 / 5
ohne Cover: 4,2 / 5
Ein wirklich gutes Buch, das mir ein schönes Leseerlebnis beschert hat. Obwohl es ein paar kleine Schwächen gab (ein paar Längen, dass ich 2 der 4 Hauptcharaktere nicht so mochte, ist wahrscheinlich ein individuelles Problem) kann ich es euch ohne Bedenken ans Herz legen.
Kleiner Tipp: Aufgrund des Umfangs von „Seelen“ würde ich euch empfehlen, das Buch zusammen mit jemanden zu lesen, ob privat, oder in einer Leserunde. Das hilft, die Motivation aufzubringen, diesen Schinken wirklich anzupacken!

herz lila 2herz lila 2herz lila 2herz lila 2

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Autor:

Lesesüchtige Bloggerin - Blogger who loves to read Leidenschaftliche Skifahrerin - Passion for Skiing Stolzes FC Bayern Mitglied - Proud to be member of Bayern Munich Football Club Für immer Westlife Fan - Forever Westlife Fan

12 Kommentare zu „Rezension: Seelen von Stephenie Meyer

  1. Kleiner Tipp am Rande – für „kuschelige“ Leserunden kann ich Euch Leserunden.de empfehlen – dort lese ich alle meine Leserunden (und bin Moderatorin), weil sie so klein und familiär sind. Wir sind selten über 10 Leute die ein Buch lesen.

    LG Babsi

    Gefällt 2 Personen

      1. Ich hab bis vor 3 Jahren (glaube ich) noch nie in einer Leserunde gelesen, ich konnte mir gar nicht vorstellen, über was man sich da austauschen könnte. Und nun muss ich gestehen, dass das süchtig macht. Am schönsten ist es aber, dass bei uns alle Leserunden von den Autoren begleitet werden – wir lesen aber nur deutsche/deutschsprachige Autoren.

        Gefällt 1 Person

      1. 912 Seiten finde ich auch sehr viel um sie an einem Tag zu lesen – andererseits habe ich die Bücher der Highland-Saga (die ja auch um die 1.200 Seiten pro Buch haben) auch jeweils in 1 – 1,5 Tag/en gelesen. Wenn ein Buch so gut ist, dass man nicht mehr aufhören kann, hat der Autor alles richtig gemacht 🙂

        Gefällt 1 Person

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