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[Talk] Klischees in Büchern – Ein paar Gedanken meinerseits

KLischees in Büchern

Nachdem Sarah vom wundervollen Blog Büchermops einen ebenso tollen Beitrag über Klischees in Büchern geschrieben hat, dachte ich mir, ich gebe dazu mal ein kleines Statement ab.

Definition Klischee
von franz. cliché, dt. Abklatsch
Festgefahrene Vorstellung, Vorurteil.

Es gibt gerade im Jugendbuch Bereich wenige Bücher, die nicht allzu viele Klischees beeinhalten. Mir fallen diese zwar auf, aber gestört fühle ich mich von den meisten nicht so.

Bücher, bei denen mir das extrem aufgefallen ist, sind die der Selection Reihe von Kiera Cass. Nicht falsch verstehen: Ich mag die Bücher – aber für mich gibt es darin weder etwas Anspruchsvolles, noch viele Überraschungsmomente, sondern die Geschichte dient mir wirklich nur als leichte Unterhaltung. Was ja auf gar keinen Fall was Schlechtes ist.
Eine kurze Inhaltszusammenfassung:

35 perfekte Mädchen und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien.
Doch zu welchem Preis?
Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt?
Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
frei
Mal ganz ehrlich: Wer wusste nicht schon vor dem Lesen des ersten Bandes, wie die komplette Reihe ausgeht? War nicht beim Beginn der Selection klar, für wen sich America entscheiden wird? Ich hoffe, das war nicht zu viel Spoiler, für alle, die die Reihe noch nicht gelesen haben.

Wie gesagt, so etwas stört mich nicht, aber es hält mich eben auch nicht davon ab, solche Bücher nur in die leichte Unterhaltungsliteratur einzureihen. Was ja auch nicht schlimm ist – solche Bücher will ich nämlich überhaupt nicht missen.

Natürlich stellt sich auch die Frage, welche Klischees dich selbst stören, und welche nicht. Sind es „Dreiecksbeziehungen“, plötzliche Krebserkrankungen, Autounfälle, oder einfach nur Good Girl-Bad Boy-Geschichten?

Dazu kommt natürlich auch, dass Bücher des selben Autors einander oft ähnlich sind. Ich könnte mir vorstellen, dass einem halt irgendwann die Ideen für etwas Neues ausgehen, oder man greift sofort auf Altbewährtes zurück.

Ein zusätzlicher Faktor ist, wie viel man aus dem jeweiligen Genre schon gelesen hat. Viele Bücher aus dem New Adult Bereich sind ähnlich aufgebaut, da fällt die Suche nach etwas Besonderem sicherlich schwer.
Auch viele Jugendbücher haben natürlich ein ähnliches Schema, das sich nach Interessen der Zielgruppe und aktuellen Brisanz richtet.

Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber für mich war es sehr schwierig, Bücher zu finden, in denen wenig Klischees vorhanden sind. Bücher, die rundum realistisch und normal sind. Mir sind dabei die Geschichten von Sarah Dessen – wobei diese sich untereinander auch ähneln – sowie Mariposa von Nicole C. Vosseler eingefallen. Auch das Buch Dreizehn Wünsche für einen Sommer von Morgan Matson erzählt eine Geschichte über ein ganz normales Mädchen.
Allerdings finde ich auch die Liebesgeschichte der Shatter Me Trilogie von Tahere Mafi ziemlich ungewöhnlich und nicht vorhersehbar.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Was könnt ihr an realitätsnahen Büchern empfehlen?

Letztendlich muss jeder Leser natürlich selber entscheiden, wie viel Klischee und Ähnlichkeit er in Büchern verträgt.
Nur eines ist gewiss: Die Grenze zwischen Besonderheit und Abklatsch ist fließend.

Ich schätze, in 10 Minuten fallen mir noch 20 andere Sachen ein, die ich sagen wollte. Aber ich denke, damit reicht es erstmal. Ein ziemlich vielschichtiges Thema ist das…

Gute Nacht und schlaft’s guad ❤

xoxo Stopfi

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Autor:

Lesesüchtige Bloggerin - Blogger who loves to read Leidenschaftliche Skifahrerin - Passion for Skiing Stolzes FC Bayern Mitglied - Proud to be member of Bayern Munich Football Club Für immer Westlife Fan - Forever Westlife Fan

14 Kommentare zu „[Talk] Klischees in Büchern – Ein paar Gedanken meinerseits

  1. Mich stören Klischees nicht, im Gegenteil. Ich erwarte sie. Sie sollten nur gut gespielt sein.
    Im englischen nennt sich das Trope. Eine plotbildende Erzähltechnik, die häufig vorkommt.

    Wenn das Klischee klischeehaft wird anstatt schön in die Geschichte eingeflochten ist es allerdings nervig.

    Z.B. gerade, wie ich gestern mal wieder fest gestellt habe, dass bei YA immer Mädchen die Hauptrolle spielen, die sich nicht als mädchenhaftes Mädchen fühlen und sich lieber wie Jungen benehmen. Die andere Mädchen meist nicht ausstehen können und keine Ahnung haben, wie schön sie eigentlich sind. Und sich selbst nicht im Spiegel wieder erkennen, wenn sie dann das Make Over ihres Lebens bekommen.

    Langsam wirds nervig, eben weil es in jedem Buch vorkommt.

    Gefällt 1 Person

    1. Jaaa stimmt, und dann wird immer gemault, dass sich die anderen Mädchen zu viel Schminken und sich immer sofort wie Zicken benehmen und voll die…naja…Schlampen sind. Voll das Klischee. Und voll bescheuert!
      Und ja, es gibt tatsächlich KLischees, die ich mir in Büchern wünsche, das simmt 😉

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  2. Sehr schöner Beitrag!
    Ich muss sagen, es kommt auf meine aktuelle Stimmung drauf an, ob ich ein Klischeehaftes Buch lesen möchte oder nicht. xD Und meistens fällt mir das Klischee auf, dass der beste Freund in seine beste Freundin verknallt ist und er nie nie nie seine beste Freundin bekommt, weil sie immer einen anderen viel schärferen Typen findet. Das find eich extrem traurig und wünsche mir mal, dass die besten Freunde einfach mal jeden in den Arsch treten und das Herz des Mädchens gewinnen!
    Für mich ist allerdings am meisten ausschlaggebende die Ereignisse im Buch und das damit zusammenhängende Ende. Ich hasse es, wenn immer alles klappt und am Ende dann alles super ist. Deswegen gefallen mir eben auch Harry Potter, Clockwork Reihe und Die Bestimmung so gut, weil es einfach mal nicht immer glatt geht.

    Gefällt 2 Personen

    1. Oh ja, das ist echt traurig 😦 Es gibt echt wenige Geschichten, bei denen aus Freundschaft mehr wird…
      Und ich finde, das Ende sollte einfach zur Geschichte bzw. zum Verlauf der Geschichte passen. Manchmal ist ein Happy End einfach unpassend und wirkt gestellt. Das macht einem dann das ganze Buch ein wenig kaputt.

      Gefällt mir

  3. Huhu,

    ich weiß wie du es mit Selection meinst, aber ich find das jetzt noch nicht so klischeebelastend. Und ich muss nicht immer super Action haben. Es war für mich eine große Story und auch keine leichte Unterhaltung sondern ein wirklich super schönes Buch. Aber das ist wohl Ansichstsache und sicherlich auch Ansichstsache was Klischees sind oder nicht.

    Tatsächlich ist oft eins von den Büchern, die ich vom selben Autor lese fast komplett anders (siehe Kagawa – Unsterblich oder Maggie Stiefavter – Raven Boys). Leider gefiel mir dieses komplett anders nicht. Da wäre es mir lieber gewesen sie wären bei ihrem alten Stil geblieben. Wobei Rot wie das Meer von Stiefvater auch ziemlich anders ist als der Rest, aber das hat mir gefallen. Ich glaub Autoren haben da genug Ideen und können auch immer mal wieder die Genre wechseln. Da ist viel Spielraum.

    Das mit den viel gelesenen Büchern kenne ich allerdings auch. Wobei ich aber trotzdem immer noch bei vielen was ganz besonderes eigenes entdecke und danach suche ich momentan auch speziell.

    Was für mich ganz schreckliche Klischees sind ist folgendes:

    Hauptcharkater ist so kaputt wie möglich um eine tolle Story zu machen.
    Liebesgeschichten, die eigenltich gar keine sind. Potential wird einfach verpufft.
    So viel Stress/ Konflikte wie möglich einzubauen – muss ja spannend sein.
    Zickige anstrengende Charaktere kriegen die besten Jungs ab und sowieso alles was sie wollen
    Charaktere stehen sich eigentlich nur selbst im Weg, könnten es aber so leicht haben.

    Usw usw usw. Es ist nichts langweiliger als wenn es nur umsowas in Büchern geht und nichts anderes.

    Für mich sind besondere Bücher wo es anders ist:

    Colleen Hoover Bücher
    Cynthia Hand – Unerathly
    Stephenie Meyer – Seelen
    Rot wie das Meer – Maggei Stiefvater
    Julie Kagawa – Plötzlich Fee und Talon

    Und überhaupt die meisten meiner Lieblingsbücher.

    LG Corly

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    1. Hey du 🙂
      Jaja den Hype um Selection hab ich noch nie verstanden… Aber Hype ist eh immer so eine Sache.. und wieder ein anderes Thema.
      Die Trilogie von Cynthia Hand muss ich glaub ich auch mal lesen. Hab ich bis jetzt viel Gutes drüber gehört. Mit Maggie Stiefvater bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich hab vor ca. 1 1/2 Jahren Nach dem Sommer gelesen und fand es gut. Hab mir sogar Teil 2 bei Arvelle gekauft. Aber seitdem hab ich keine Lust mehr weiter zu lesen. Was sauschade ist…
      Und Talon und plötzlich Fee fand ich ja in Talon 1 schon relativ parallel. Ich weiß gar nciht mehr warum, aber das war damals mein einziger kleiner Kritikpunkt. Aber im zweiten Teil war das dann plötzlich völlig weg. Ziemlich gut, fand ich.
      Ich bin mal gespannt auf Siren von Kiera Cass, wie das wird im Vergleich zu Selection. Was bei dieser Autorin toll ist: Man kan die Bücher innerhalb eines Tages wegsuchten!
      LG Emily

      Gefällt 1 Person

      1. Huhu,

        Oh, ich find Unerathly toll. Bin gespannt wie du es findest. Ja, über Selection hatten wir ja glaub ich auch schon geredet. Talon fand ich Teil 2 ja nicht mehr so toll, aber ich fand es schon gut, dass es Plötzlich Fee ählicher war als Unsterblich, denn Unsterblich war gar nicht meins. Auf The Siren bin ich auch schon gespannt. Ja, Kiera Cass Bücher sind wirklich gut zu lesen. Ich werde noch eine neue Übersicht über meine Lieblingbücher machen. Dann hat man einen besseren überblick als jetzt. Aber heute wird das glaub ich nichts mehr. Bin jetzt gleich erst mal weg. Komme erst heute abend irgendwann wieder. LG Corly

        Gefällt 1 Person

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